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Satzung der Gesellschaft für Naturwissenschaftliche Archäologie ARCHAEOMETRIE

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

1. Die Gesellschaft führt den Namen ‚Gesellschaft für Naturwissenschaftliche Archäologie ARCHAEOMETRIE'. 2. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Heidelberg. 3. Die Gesellschaft soll in das Vereinsregister eingetragen werden. 4. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck, Gemeinnützigkeit

1. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabeordnung.
2. Der Zweck der Gesellschaft ist, Archäometrie - das ist der Einsatz und die Entwicklung naturwissenschaftlicher Methoden zur Lösung kulturwissenschaftlicherhistorischer Fragestellungen - in Forschung und Lehre zu fördern. Dies schließt die fächerübergreifende Mitwirkung der Biowissenschaften, Chemie, Geowissenschaften und Physik von naturwissenschaftlicher Seite sowie der archäologischen Disziplinen, Kunstgeschichte, Denkmalpflege und Restaurierung von kulturhistorischer Seite ein. Zur Erreichung dieses Zwecks sind Fachtagungen, wissenschaftliche Veröffentlichungen und Informationen, Zusammenarbeit mit Institutionen vergleichbarer Zielsetzung sowie sachbezogene Öffentlichkeitsarbeit vorgesehen.
3. Die Gesellschaft ist selbstlos tätig, sie verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke.
4. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
5. Es dürfen keine Personen durch Ausgaben, die dem Zweck der Gesellschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 3 Erwerb der Mitgliedschaft

1. Die Gesellschaft besteht aus persönlichen und unpersönlichen Mitgliedern.
2. Persönliche Mitglieder können alle Personen werden, die das 18. Lebensjahr erreicht haben und sich mit Archäometrie beschäftigen, an den Arbeiten der Gesellschaft Anteil nehmen und sie durch Mitarbeit fördern wollen. Unpersönliche Mitglieder können Vereine und Institute werden, die sich vergleichbar den Zwecken der Gesellschaft betätigen oder sich dafür interessieren.
3. Über den schriftlichen Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand.
4. Das Präsidium der Deutschen Altertumsverbände kann einen Beisitzer im Vorstand stellen.

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§ 4 Beendigung der Mitgliedschaft

1. Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, Austritt oder Ausschluss aus der Gesellschaft.
2. Der Austritt aus der Gesellschaft ist unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende des Geschäftsjahres zulässig und ist dem Vorsitzenden oder dem Schriftführer schriftlich zu erklären.
3. Ein Mitglied kann aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn sein Verhalten gegen den Zweck und die Interessen der Gesellschaft verstößt. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand nach mündlicher oder schriftlicher Anhörung des Mitglieds. Wer zwei Jahre mit dem Jahresbeitrag im Rückstand ist, kann vom Vorstand von der Mitgliederliste gestrichen werden.
4. Die Gesellschaft verpflichtet ihre Mitglieder auf die Einhaltung guter wissenschaftlicher Praxis1 Mitglieder, die dieser Praxis zuwiderhandeln, verstoßen gegen die Interessen der Gesellschaft.

§ 5 Beitrag

1. Es wird ein Beitrag erhoben, dessen Höhe von der Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Schatzmeisters festgesetzt wird. Der Jahresbeitrag ist im voraus zu zahlen.

§ 6 Organe der Gesellschaft

Organe des Vereins sind
1. der Vorstand und
2. die Mitgliederversammlung.

§ 7 Vorstand

1. Der Vorstand besteht aus dem
a. Vorsitzenden
b. 1. Stellvertretenden Vorsitzenden
c. 2. Stellvertretenden Vorsitzenden
d. Schriftführer
e. Schatzmeister
f. vom Präsidium der Deutschen Altertumsverbände evtl. zu bestellenden Beisitzer
2. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren bestellt. Er bleibt jedoch bis zur Bestellung eines neuen Vorstandes im Amt. Jedes Vorstandsmitglied ist einzeln zu wählen. In den Vorstand gewählt werden kann jedes persönliche Mitglied. Bei der Zusammensetzung des Vorstands sollte nach Möglichkeit der Breite der Archäometrie Rechnung getragen werden. Der Vorsitzende sollte nicht länger als zwei Perioden in derselben Funktion tätig sein.
3. Scheidet ein Vorstandsmitglied vorzeitig aus dem Amt aus, ist der Restvorstand befugt, bis zur Neubestellung durch die nächste Mitgliederversammlung den Vorstand gemäß Ziffer 7.1 zu ergänzen.
4. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich (§ 26 BGB) vom Vorsitzenden und von beiden Stellvertretenden Vorsitzenden vertreten. Jeder ist alleinvertretungsberechtigt. Im Innenverhältnis wird bestimmt, dass der 1. Stellvertretende Vorsitzende nur bei Verhinderung des Vorsitzenden und der 2. Stellvertretende Vorsitzende nur bei Verhinderung des 1. Stellvertretenden Vorsitzenden zur Vertretung berechtigt sind.
5. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse in Vorstandssitzungen nach vorheriger Einberufung durch den Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung durch den 1. Stellvertretenden Vorsitzenden und bei Verhinderung des 1. Stellvertretenden Vorsitzenden durch den 2. Stellvertretenden Vorsitzenden. In jedem Fall ist eine Einberufungsfrist von zwei Wochen einzuhalten oder Einvernehmlichkeit über einen früheren Termin herzustellen. Einer Mitteilung der Tagesordnung bedarf es nicht. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn die einfache Mehrheit der Vorstandsmitglieder anwesend ist. Bei Beschlussfassung reicht die einfache Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Leiters der Vorstandssitzung. Die Vorstandssitzung leitet der Vorsitzende, bei dessen Verhinderung der 1. Stellvertretende Vorsitzende und bei Verhinderung des 1. Stellvertretenden Vorsitzenden der 2. Stellvertretende Vorsitzende. Ein Vorstandsbeschluss kann auf schriftlichem Wege gefasst werden, wenn alle Vorstandsmitglieder ihre Zustimmung zu dieser beschließenden Regelung erklären.

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§ 8 Mitgliederversammlung

1. Die Mitgliederversammlung findet alljährlich statt.
2. Eine Mitgliederversammlung ist ferner einzuberufen, wenn das Interesse der Gesellschaft dies erfordert oder wenn die Einberufung von einem Fünftel der Mitglieder schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe vom Vorstand verlangt wird.
3. Jede Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden, bei seiner Verhinderung vom vom 1. Stellvertretenden Vorsitzenden und bei Verhinderung des 1. Stellvertretenden Vorsitzenden vom 2. Stellvertretenden Vorsitzenden und bei deren Verhinderung von einem der weiteren Vorstandsmitglieder gemäß Ziffer 7.1 der Satzung schriftlich2 unter Einhaltung einer Frist von vier Wochen einberufen. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied dem Schriftführer schriftlich bekanntgegebene Adresse gerichtet ist.
4. Mit der Einladung ist die vom Vorstand festgesetzte Tagesordnung mitzuteilen.
5. Jedes Mitglied kann bis spätestens eine Woche vor dem Tag der Mitgliederversammlung beim Vorstand schriftlich beantragen, dass weitere Angelegenheiten nachträglich auf die Tagesordnung gesetzt werden. Der Versammlungsleiter hat zu Beginn der Mitgliederversammlung die Tagesordnung entsprechend zu ergänzen. Darüber beschließt die Mitgliederversammlung. Zur Annahme des Antrags ist eine Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich.
6. Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.
7. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden, bei seiner Verhinderung vom 1. Stellvertretenden Vorsitzenden und bei Verhinderung des 1. Stellvertretenden Vorsitzenden vom 2. Stellvertretenden Vorsitzenden geleitet. Ist auch dieser verhindert, bestellt die Mitgliederversammlung einen Versammlungsleiter. Bei Wahlen wird die Versammlungsleitung für die Dauer des Wahlgangs und der vorhergehenden Diskussionen einem Wahlleiter übertragen.
8. Jedes Mitglied ist stimmberechtigt.
9. Soweit die Satzung nichts anderes bestimmt, entscheidet bei der Beschlussfassung die einfache Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Stimmenthaltungen bleiben außer Betracht.
10. Die Wahlen des Vorstands können in mündlicher Form während der Mitgliederversammlungen oder in schriftlicher Form durchgeführt werden.
11. Die Art der Abstimmung wird grundsätzlich vom Versammlungsleiter bestimmt. Sofern ein Fünftel der erschienenen Mitglieder dies verlangt, erfolgt schriftliche Abstimmung.
12. Die Mitgliederversammlung ist nicht öffentlich. Der Versammlungsleiter kann Gäste zulassen.

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§ 9 Kassenprüfung

1. Die Mitgliederversammlung wählt aus ihrer Mitte zwei Kassenprüfer auf die Dauer von drei Jahren.
2. Die Kassenprüfer haben jährlich die Kasse zu prüfen, und zwar rechtzeitig genug, so dass in der ordentlichen Mitgliederversammlung ein mündlicher Bericht über die Vermögensverhältnisse der Gesellschaft erstattet werden kann. Die Kassenprüfer können jederzeit Einsicht in die Vermögensverhältnisse der Gesellschaft nehmen und dürfen nicht dem Vorstand angehören.
3. Der Bericht der Kassenprüfer ist schriftlich niederzulegen.

§ 10 Beurkundung

1. Über den Verlauf der Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen ist eine Niederschrift anzufertigen, die vom Versammlungsleiter und vom Schriftführer zu unterzeichnen ist. Sie soll folgende Feststellungen enthalten: Ort und Zeit der Versammlung, Person des Versammlungsleiters, die Zahl der erschienenen Mitglieder, die Tagesordnung, die einzelnen Abstimmungsergebnisse und die Art der Abstimmung. Bei Satzungsänderungen muss der genaue Wortlaut angegeben sein.

§ 11 Satzungsänderung

1. Zur Änderung der Satzung ist die Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich. Stimmenthaltungen bleiben außer Betracht.
2. Eine Beschlussfassung über eine Satzungsänderung kann nur erfolgen, wenn die Änderungen einschließlich einer kurzen Begründung unter Beachtung der für die Einladung zur Mitgliederversammlung geltenden Frist und Form allen Mitgliedern schriftlich mitgeteilt wird.
3. Zur Änderung des Zwecks der Gesellschaft ist eine Mehrheit von vier Fünftel aller Mitglieder erforderlich.

§ 12 Auflösung

1. Die Auflösung des Vereins kann nur in einer eigens zu diesem Zweck einberufenen Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden. Stimmenthaltungen bleiben außer Betracht.
2. Bei Auflösung des Vereins ist das Vermögen zu steuerbegünstigten Zwecken zu verwenden.
3. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden.

Die vorstehende Satzung wurde in der Gründungsversammlung vom 28. Mai 1999 in Heidelberg errichtet.
1 im Sinne der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft herausgegebenen Denkschrift "Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis" (Wiley-VCH, Weinheim 1998)
2 Die Schriftform gilt auch dann gewahrt, wenn die Einladung mit elektronischer Post erfolgt, vorausgesetzt, das Mitglied hat seine entsprechende Adresse dem Vorstand mitgeteilt.

Die Gesellschaft für Naturwissenschaftliche Archäologie ARCHÄOMETRIE wurde beim Amtsgericht Heidelberg ins Vereinsregister eingetragen unter der Nummer 2580.

Vorsitzender: Prof. Dr. Andreas Hauptmann,Bochum/Mannheim 23.8.2012
Schriftführer: Prof. Dr. Ernst Pernicka

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